Kindertagespflegestelle

 

                       Rasselbande

 

Simone Metzerath

 

In den Billen 11

 

50189 Elsdorf

 

 

 

0 22 74 / 700 29 88

 

01 78 / 8 15 75 59

 

Simonemetzerath@gmail.com

 

 

 

 

 

 

 

Stand Januar 2018

 

 

 

 

 

 Inhaltsverzeichnis

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1.Vorstellung der Person

 

1.1 Qualifikation und Motivation zur Tätigkeit als Kindertagespflegeperson

 

2. Rahmenbedingungen

 

2.1 Beschreibung der Lage und der Räumlichkeiten

 

      2.2 Größe der Tagespflegestelle /An wen richtet sich das Konzept

 

2.3 Öffnungs- und Schließzeiten

 

2.4 Sicherheit

 

3. Pädagogischer Ansatz

 

      3.1 Mein Menschenbild/ Haltung/ Inklusion

 

      3.2 Förderung der Bildungsbereiche

 

3.3 Bildungsdokumentation

 

3.4 Brauchtumsfeste

 

3.5 Erziehungsschwerpunkte

 

4. Zusammenarbeit mit den Eltern

 

4.1 Erziehungspartnerschaft/ Einhalten von Absprachen/

 

      Hospitationen

 

4.2 Das Mitbringen von Spielsachen/ Eigentum

 

5. Pflege und Verpflegung

 

      5.1 Ernährung/ Mahlzeiten/ Gesundheit

 

5.2 Krankheit/ Hygiene/ Sauberkeitserziehung

 

5.3 Ruhephasen

 

6. Eingewöhnung

 

6.1 Warum ist die Eingewöhnung so wichtig?

 

6.2 Wie gestallte ich die Eingewöhnung?

 

6.3 Phase 1: „ Schnuppertermine“

 

6.4 Phase 2: „ Rückzug der Bezugsperson“

 

6.5 Phase 3: „Trennungsübungen“

 

6.6 Phase 4: „Stundenweise Betreuung“

 

6.7 Familienrahmen

 

7. Abschied

 

8. Anhang

 

8.1 Checkliste für Eltern/ Bitte mitbringen

 

 

 

 

 

1. Vorstellung der Person

 

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1.1 Qualifikation und Motivation zur Tätigkeit als Kindertagespflegeperson

 

Mein Name ist Simone Metzerath, ich wurde im November 1975 in Kamp-Lintfort geboren. Ich bin mit meinem Mann Dirk, geb. im Juli 1971, seit Februar 2011 verheiratet. Zu uns gehören unsere Tochter Marlene, die im August 2012 geboren wurde und unser Sohn Konrad, der im Juli 2015 auf die Welt kam.

 

Mein Mann ist beruflich in der Veranstaltungsbranche tätig und arbeitet oft in der Nacht, das bedeutet das er häufig am Tag zuhause ist.

 

Ich habe nach 4-jähriger Ausbildung im Sommer 1998 meine Prüfung zur staatlich anerkannten Erzieherin, an der Fachschule für Sozialpädagogik am Sachsenring, erfolgreich abgelegt. Seitdem war ich  in verschiedenen Gruppenformen tätig, 8 Jahre als Gruppenleitung im Hort (Schulkinder), davor und danach in altersgemischten Gruppen in denen Kinder im Alter von 0,3 - 6 Jahren betreut wurden.

 

Seit März 2000 Arbeite ich in einer  sechsgruppigen Kindertagesstätte /Familienzentrum der Köln KiTas gGmbH in Köln Ossendorf.

 

Während meiner Schwangerschaft 2011/2012 habe ich einen Kindertagespflege Zertifizierungskurs besucht und im Herbst 2012 erfolgreich beendet.

 

Seit Anfang 2015 nehme ich an einem einjährigen Zertifizierungskurs beim LVR  zu dem Thema Qualifizierung der Inklusionsarbeit im Elementarbereich teil.

 

Seit August 2013 bin ich als Kindertagespflegeperson tätig.

 

Die Idee, Kindertagespflege anzubieten entstand durch den Mangel an Betreuungsplätzen für unter drei-jährige in Elsdorf.

 

Mir war schnell klar, dass wir keinen Betreuungsplatz für unsere Tochter bekommen werden und ich für drei Jahre beruflich aussteigen werde, um unsere Tochter zu versorgen. Ich habe mich dann entschieden nach dem ersten Jahr der Elternzeit Kindertagespflege anzubieten, weil:

 

-         Dies meinem erlernten Beruf sehr ähnlich ist und ich aus  über 20 Jahren Berufserfahrung schöpfen kann.

 

-         Ich es wichtig finde auch weiterhin Eltern die Möglichkeit zu bieten, wieder in ihren Beruf einzusteigen.

 

-          Unser Haus und unser Garten viel Platz und Möglichkeiten zur freien Entfaltung für mehrere Kinder bieten.

 

-         Unsere Tochter (die seit August 2015 in die Kita geht) und nun unser Sohn zuhause betreut werden kann und dadurch Spiel- und Lernpartner in ihrem/ seinem Alter hat.

 

-         Ich gerne mit Kindern arbeite und hier die Möglichkeit habe die

       zuhause in einem familiären Rahmen zu tun.

 

 

 

 

2.   Rahmenbedingungen

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2.1 Beschreibung der Lage und der Räumlichkeiten

 

Die Kindertagespflegestelle -Rasselbande- öffnete ihre „Tür“  zum ersten Mal im August 2013.

 

Wir befinden uns in Angelsdorf, einem Stadtteil von Elsdorf.

 

Unser freistehendes Haus steht in einer Sackgasse, umgeben von weiteren freistehenden Häusern.

 

Unser Haus ist ebenerdig und hat ca. 120 qm² Wohnfläche, darin befinden sich 4 Zimmer:

 

 - Ein großes Kinderzimmer von Marlene, welches in der  

 

   Woche als Schlafraum genutzt wird.

 

-  Ein kleines Kinderzimmer von Konrad, in dem uns eine

 

   Wickelmöglichkeit zur Verfügung steht.

 

-  Ein großes Wohnzimmer mit verschiedenen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

 

-  Ein Elternschlafzimmer, welches für die Tageskinder nicht zur

 

   Verfügung steht.

 

-  Eine geräumige Küche, in der wir gemeinsam Frühstücken, Mittagessen sowie

 

   Zwischenmahlzeiten einnehmen.

 

-  Ein Flur, der eine kleine Garderobe und Eigentumsfächer für Hausschuhe, Gummistiefel, Wechselsachen oder das Lagern von einem mitgebrachten Kuscheltier o. ä bietet.

 

 

Unser Garten ist ca. 1000 qm² groß, bestehend aus Rasenfläche rund um unser Haus.

 

Darauf stehen ein Apfelbaum, ein Zwetschgenbaum, und ein Mini-Kiwi Strauch, diese bieten sich nicht nur zum Naschen, sondern auch zum Lernen und „Begreifen“ an.

 

 ACHTUNG: Unsere Strasse ist verkehrsberuhigt, bitte fahren auch Sie hier besonders langsam und vorsichtig, denn auch Ihre Kinder könnten auf der Strasse spielen.

 

Unser Haus ist sowohl eine rauch- als auch eine gewaltfreie Zone.

 

2.2 Größe der Tagespflegestelle

 

Ich biete Plätze für Kinder, deren Eltern eine wöchentlichen Betreuungszeit von bis zu 35 Stunden, also 7 Stunden täglich, benötigen.

 

2.3 Öffnungszeiten

 

Meine Öffnungszeiten sind:

 

Montags bis Freitags  von 8.00 Uhr bis 15:00 Uhr

 

Mein Jahresurlaub beträgt  25 Tage an denen die Kindertagespflegestelle

 

 -Rasselbande- geschlossen bleibt.

 

Die Daten gebe ich jährlich bis Ende Februar schriftlich bekannt. In den Sommerferien werde ich immer 3 Wochen schließen.

 

 

2.4 Sicherheit

 

In allen Räumen befinden sich Rauchmelder, in der Küche steht ein Feuerlöscher, die Fenster stehen in jedem Raum als Notausgang zur Verfügung. Ein Erste- Hilfe- Kasten ist vorhanden und vollständig.

 

Ich habe einen Ersthelfer Kurs für Notfälle an Kindern absolviert und erfolgreich mit Bescheinigung abgeschlossen.

 

Reinigungs- und Putzmittel sind für die Kinder unzugänglich aufbewahrt.

 

Der Herd und der Backofen sind besonders gesichert. Die Steckdosen sind abgesichert. Es befinden sich weder im Haus noch im Garten giftige Pflanzen. Der Garten ist eingezäunt.

 

 

 

3.   Pädagogischer Ansatz

 

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3.1 Mein Bild vom Kind / Haltung / Inklusion

 

Jedes Kind bringt Begabungen und Talente mit, die entdeckt, gefördert und herausgefordert werden wollen. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist dabei Grundlage jedes Bildungsprozesses.

 

Ein Ziel meiner pädagogischen Arbeit ist es, den Kindern vorbehaltlos zu ermöglichen, ihre individuellen Fähigkeiten zu erweitern und auszubauen.

 

Für einen respekt- und würdevollen Umgang ist es mir wichtig, Eltern und Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und durch das vorbehaltlose Wertschätzen eines jeden einzelnen die Chancen der Vielfalt optimal zu nutzen.

 

Ich begleite das Kind liebevoll und achtsam und unterstütze es bei seiner individuellen Entwicklung.

 

Inklusive Arbeit bedeutet für mich, keine Unterschiede zwischen Bildungsstand, Religionen, kulturellen Herkünften, Behinderungen, Geschlechtern und Alter zu machen.

 

3.2 Förderung der Bildungsbereiche

 

Mit der Bildungsvereinbarung NRW wurden 2003 erstmals Rahmeninhalte zur Stärkung des Bildungsauftrages im Elementarbereich geschaffen. Daraus ergeben sich die Bildungsbereiche

  • Bewegung
  • Spielen und Gestalten, Medien
  • Sprache(n) und 
  • Natur und kulturelle Umwelt(en)
  • Musisch, Ästhetisch
  • Körper, Gesundheit, Ernährung, Sinnesförderung
  • Naturwissenschaftliche, technische und mathematische Bildung
  • Ökologische Bildung

die ich, unter anderem, wie folgt in meiner täglichen Arbeit mit Ihrem Kind fördernd unterstütze.

 

Bewegung:

Großmotorik: die Kinder haben hier die Möglichkeit Krabbeln und Laufen zu lernen, mit Fahrzeugen zu fahren, sowohl drinnen als auch draußen, tägliches Toben, wenn das Wetter es zulässt, im Garten. Dort ist es den Kinder möglich, auf unebenen Rasenflächen zu gehen, die Balance zuhalten, hinfallen und aufstehen zu erlernen, zu Klettern, Treppen zu steigen, auf große Steine zu klettern und runter zu hüpfen. Kleine Hügel mit Bobbycars o.Ä. hinunter zu fahren und auch hinauf. Das erlernen sich zunehmend selbstständiger An- und Ausziehen, zu schaukeln

 

Feinmotorik: erlernen des selbstständigen Essens mit Besteck, erst mit dem Löffel dann mit Messer und Gabel, Trinken aus dem Glas, das selbstständige Befüllen des Tellers und des Glases etc. Das Öffnen und Schließen der Matschhosenträger, Knöpfe, Reißverschlüsse, Klettverschlüsse, Schnürbänder, den Umgang mit Pinsel, Stiften, Farben, Prikelnadeln, Scheren, Papier und Pappe, das Auffädeln von Perlen etc….

 

Spielen und Gestalten, Medien:

Ansprechendes Material aus der natürlichen Umgebung der Kinder, Verkleidungssachen, Kinderküche, Spiegel, Schaukeln, Sandkasten, Fahrzeuge, Konstruktionsspielzeug, Puppen, Autos, verschiedene Kleisterfarben, Pinsel, Papiere, Stifte, Staffeleien, Knete, Stoffe, wertfreies Material, Naturmaterial, Bilderbücher, Sachbücher, Hörspielkassetten, Musik CD´s.

 

All diese Materialien stehen den Kindern zur Verfügung oder werden in Impulsen oder bei Projekten angeboten und können von den Kindern erforscht und kennen gelernt werden.

 

 

 

Sprache:

Durch die tägliche Ansprache, dem „miteinander sprechen“, der Aufforderung zu kommunizieren, durch Zuhören, durch das Verbalisieren von Tätigkeiten, Bilderbuch Betrachtungen, Singen, Fingerspiele, Klatschreime etc. Dies beginnt bei unserer Begrüßung, und endet mit unserer Verabschiedung.

 

Das Sprechen ist selbstverständlich freiwillig und nur Ihr Kind entscheidet wann und was es sagen will, jedoch erfahren alle Kinder, dass ich sie immer wieder anspreche und durch Sprache unser Tag strukturiert ist.

 

Auch das Erlernen von Höflichkeiten wie „Bitte“ und „Danke“, "Hallo" und "Tschüß" und das Streitschlichten gehört zur Sprachförderung.

 

Kinder die bilingual erzogen werden können hier mit anderen Kindern einen ganz ungezwungenen Kontakt mit der deutschen Sprache herstellen. Im Spiel miteinander ist  das Erlernen dieser spielerisch und ungezwungen.

 

Natur und kulturelle Umwelt:

Unser Garten regt zum Erleben von Natur an, hier können die Kinder bei entsprechender Wetterlage barfuss laufen, hören, riechen, schmecken und fühlen was die Natur zu bieten hat. Durch das häufige Angebot verschiedener Naturmaterialien erfahren die Kinder viel über Beschaffenheit, Form, Farbe, Temperatur und Geruch. Der abwechslungsreiche Obstbaumbestand lehrt die Kinder einiges über die Jahreszeiten, den hiesigen Lebensmittelanbau und regt zum Naschen an.

 

Mein Erziehungsstil sieht keine religiöse Erziehung vor. Jedoch feiern wir hier

Brauchtumsfeste wie z.B. Karneval, Ostern und Weihnachten ebenso wie Geburtstage, Halloween und wenn es sich ergibt auch Feste aus anderen Kulturkreisen wie z.B. das Zuckerfest aus der muslimischen Kultur.

 

Durch Ausflüge in die nähere Umgebung lernen die Kinder unser direktes Umfeld kennen, beim Spielen auf der Strasse lernen sie die Nachbarn und deren Haustiere kennen.

 

Musisch ,Ästhetisch:

Die Kinder haben jederzeit Zugang zu verschiedenen Orff Instrumenten, diese werden sowohl im Freispiel als auch zum gemeinsamen Musizieren genutzt.

 

Das große Sortiment an Verkleidungssachen regt zum verwandeln in andere Rollen Berufe, Lebewesen ein.

 

Den Kindern steht in regelmäßigen Impulsen, ausgefallenes, kreatives Material zur Verfügung welches zum Experimentieren einlädt.

 

Die Kinder werden, auch durch das Einsetzen von CDs, an verschiedene Musikrichtungen herangeführt.

 

Körper, Gesundheit , Ernährung, Sinnesförderung:

Eine gesunde, ausgewogene und kindgerechte Ernährung ist mir wichtig, daher koche ich täglich frisch.

 

Das Mittagessen besteht in der Regel aus mind. 2 Komponenten und bietet den Kindern immer eine Auswahl.

 

Das Essen ist für die Kinder stets freiwillig, jedoch lege ich Wert darauf, dass wir alle zusammen am Tisch sitzen (sofern die Schlafzeiten dies zulassen).

 

Eine gute Tischkultur strebe ich an. Wir fangen gemeinsam an zu essen und wünschen uns, in der Regel mit einem Tischspruch einen guten Appetit.

 

Mit zunehmenden motorischen Fähigkeiten werden die Kinder an den Gebrauch von Messer und Gabel herangeführt. Doch vorerst ist es erlaubt mit den Händen zu essen.

 

Um den Kindern den Erhalt Ihres natürlichen Sättigungsgefühles zu ermöglichen, leite ich mit der Zeit an, den Teller oder das Glas selbstständig zu befüllen. Die Menge richtig einzuschätzen kann erst nach diesem Schritt gelernt werden und ist Teil des Ziels.

 

Der Teller muss nicht leer gegessen werden, wer satt ist, ist satt.

 

Vor den Mahlzeiten waschen wir uns gründlich die Hände, nach den Mahlzeiten putzen wir uns gemeinsam die Zähne und waschen uns Gesicht und Hände, auch nach den Toilettengängen waschen wir gründlich die Hände.

 

Auf Wunsch des Kindes starten wir mit dem  Toilettentraining, ausschlaggebend dafür ist, dass das Kind seinen Harn und Stuhldrang spürt und es selber den Willen zur Toiletten Nutzung zeigt.

 

Ich leite die Kinder dazu an, Taschentücher zu benutzen.

 

Beim Windelnwechseln trage ich grundsätzlich Handschuhe und lege für jedes Kind eine separate Unterlage auf die Wickelkommode. Nasse oder stark verschmutze Kleidung wird gewechselt.

 

Solange die Kinder eine Trinkflasche brauchen bitte ich Sie  diese ausschließlich mit Wasser  zu befüllen, den Kindern steht ein Tisch zur Verfügung auf denen die Flaschen jederzeit zur Verfügung stehen, dort kann getrunken werden.

 

Auch Angebote mit: Knete, Teig, Rasierschaum, Spiegel, Kleister, Naturmaterial, Musik, Licht und Schatten, Kräutern und Pflanzen, Lebensmitteln, Stoffe etc. regen die Sinne an und schärfen diese.

 

Ökologisch:

Ein sorgsamer Umgang mit den gegebenen Ressourcen wird den Kindern stets vermittelt z.B.das Licht in den Räumen die derzeit nicht genutzt werden immer zu löschen, ein Blatt Papier kann auch von beiden Seiten bemalt werden und die Taschentücher können auch noch einmal benutzt werden, Lebensmittel die unser Garten hergibt werden genutzt und verarbeiten, Obst und Gemüse wird saisonal und bestenfalls vom Bauern um die Ecke geholt, möglichst wenig Lebensmittel werden weg geworfen, der Müll wird in deutlich dafür vorgesehene Behälter getrennt. Vieles stellen wir aus einfachen Dingen, die jeder Zuhause hat selber her, wie z.B. Knete. Wertfreies Material steht den Kindern zum basteln, bauen und erkunden zur Verfügung.

 

Naturwissenschaftliche, technische und mathematische Bildung:

Erste Erfahrungen mit Mathematik können die Kinder bei dem regelmäßig stattfindenden Angebot vom umfüllen unterschiedlich großer und breiter, teils befüllter Gefäße machen, beim regelmäßigen Körpergrößen messen, beim Bauen mit verschiedenen Konstruktionsmaterialien. Hierbei machen die Kinder auch gleich Erfahrungen  mit Statik. Erfahrungen mit der Schwerkraft werden durch das fallenlassen von verschieden schweren und verschieden großen Gegenständen gemacht. Beim malen mit Farben erleben sie, das sich diese mischen lassen und dadurch neue Farben entstehen können. Wir setzen jedes Jahr verschiedene Obst und Gemüsesamen an und können daran erleben wie sich Pflanzen entwickeln. Bei Reparaturen und Wartungen der Spielgeräte werden die Kinder mit einbezogen, je nach Entwicklungsstand können auch alte Elektrokleingeräte mit Werkzeug auseinandergebaut werden..

 

3.3 Bildungsdokumentation

Das Kinderbildungsgesetz, kurz KiBiz, sowie die Bildungsvereinbarung NRW besagen, dass die Entwicklung des Kindes beobachtet und regelmäßig dokumentiert werden soll. Dabei geht es nicht darum, die Defizite herauszustellen, sondern die individuellen Fähigkeiten, Lernschritte und Stärken des Kindes festzuhalten.

 

Basierend auf einem zusätzlichem „Entwicklungsbogen“  führen wir halbjährlich ein terminiertes Elterngespräch und besprechen dort die Entwicklung Ihres Kindes.

 

Ich biete den Eltern an, ihnen in regelmäßigen Abständen, per Whats App, Bilder aus dem Alltag und zu besonderen Erlebnissen ihres Kindes zu senden, dies hat den Vorteil das Sie stehts auf dem Laufenden sind über den Alltag und die Entwicklung ihres Kindes und können sich jederzeit besondere Bilder entwickeln lassen. Sie als Eltern sind auf diese Weise viel mehr in den Alltag Ihres Kindes involviert.

 

3.4 Brauchtumsfeste

Besondere Anlässe verlangen nach besonderer Gestaltung, demnach bereiten auch wir uns hier auf die verschiedene Feste durch Bilderbuchbetrachtungen, Geschichten, Spiele, Dekorationen etc vor. Im Rahmen der Tagespflege feiern wir z.B.

den Tag vor Ostern mit einem schönen Osterfrühstück, in der Adventszeit backen wir Plätzchen und singen Weihnachtslieder, an Nikolaus kommen die Weihnachtselfen und füllen unsere Stiefel mit einer kleinen Überraschung, den Tag vor Weihnachten feiern wir mit einem besonderen Mittagessen.

 

Zu Karneval kostümieren wir uns und feiern eine Karnevalsparty und die Geburtstage feiern wir hier natürlich auch gerne, mit Geburtstagskrone, gemeinsamen Spielen und von Ihnen mitgebrachtem Kuchen.

Im Rahmen der multikulturellen Erziehung sind Brauchtumsfeste o.ä. aus anderen Kulturkreisen bei uns ganz herzlich Willkommen, bitte sprechen Sie mich an!

 

3.5 Erziehungsschwerpunkte

 

Darüber hinaus verstehe ich meine Aufgabe als Tagespflegeperson darin, jedes Kind dabei zu unterstützen zu einer selbstständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzureifen.

 

Bei unserem täglichen Zusammensein haben die Kinder die Möglichkeit zu lernen, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und Sorge zu tragen, dass diese auch befriedigt werden. Jedoch ist es dabei ebenso wichtig zu erfahren, das jeder auch auf den anderen und dessen Bedürfnisse Rücksicht nehmen muss, dass nicht immer alles sofort passieren kann und wir geduldig miteinander sein müssen, damit es allen gut geht.

 

Um den Kindern Halt und einen sicheren Rahmen zu bieten, gibt es für alle klare Regeln und eine Struktur im Tagesablauf sowie logische Konsequenzen in Bezug auf das eigene Handeln. Bei der Kindererziehung ist es mir wichtig, Möglichkeiten zum Selbstständigkeitserwerb zu geben wie z.B.:  

 

·        sich selbst an- und ausziehen,

 

·        selbstständig essen und trinken,

 

·        selbstständig die vorbereitete Umgebung wieder auf zuräumen,

 

·        selbstständig zu spielen und zu gestalten,

 

·        sowie selbstständig Erfahrungen machen zu können.

 

Selbstständig bedeutet in dem Falle nicht „alleine“, ich unterstütze und begleite die Kinder selbstverständlich bei all ihrem Tun und Handeln.

 

Hier dürfen sich die Kinder auch mal dreckig machen, hinfallen und sich an ihre Grenzen wagen. Kinder die fallen dürfen, lernen mit der Zeit so zu fallen, dass sie sich nicht wirklich verletzen, und sie können ihre körperlichen Fähigkeiten viel besser einschätzen.

Ebenso liegen mir die Partizipation und der situative Ansatz sehr am Herzen, es ist mir wichtig, dass die Kinder ganz nach ihren Möglichkeiten, ihrem Entwicklungsstand und den gegebenen Umständen ihren Tag bei mir mitbestimmen. So lernen sie, dass sie selbst dazu beitragen können, dass ihre Vorlieben, Wünsche und Ideen umgesetzt werden. Dies können sie z. B. beim auswählen der Mahlzeiten für die kommende Woche. Ich habe eine Vielzahl von schon zubereiteten Mittagessen fotografiert und ausgedruckt, die Kinder können anhand der Fotos das Essen für die nächste Woche auswählen. Um nicht jede Woche das gleiche wünschen zu können, werden die gewählten Speisen für 4 Wochen aussortiert.

 

Ein weiterer Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit ist die spielzeugreduzierte Umgebung.

 

Täglich prasseln unendlich viele Eindrücke auf Ihr Kind ein, diese zu verarbeiten ist wahre Schwerstarbeit. Daher bin ich bemüht den Kindern eine Umgebung zu bieten, die es Ihnen möglich macht, sich zwischen wenigen aber bewusst ausgewählten Spiel- und Beschäftigungsmaterialien entscheiden zu können.

 

Ich lege Wert darauf, dass den Kindern Material zur Verfügung steht, welches in seiner Beschaffenheit nicht all zu vorgefertigte Spielmöglichkeiten bietet, sondern vielmehr Dinge, die zum kreativen und unterschiedlichem Einsatz kommen können.

 

Dies fördert die Konzentration und geistige Ausdauer, da sich ihr Kind nicht fortlaufend zwischen einer Vielzahl von verschiedenen Dingen entscheiden muss und zwangsläufig das Gefühl bekommt, egal für was es sich entscheidet, es verpasst jede Menge „anderes“.

 

Grundsätzlich arbeite ich gerne mit sinneanregendem Material, wie z.B. Kleister, Farben, Pinsel, Wolle, wertfreies Material, den unterschiedlichsten Papieren, Naturmaterialien wie z.B. Steine, Muscheln, Kastanien- oder Bohnenbad.

 

Für Kinder unter drei Jahren werden diese Materialien immer wieder als Impuls zur Verfügung stehen.

 

 

4. Zusammenarbeit mit den Eltern

 

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4.1 Erziehungspartnerschaft/ Einhalten von Absprachen/ Hospitationen

 

Für die pädagogische Arbeit ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und mir unabdingbar.

 

Erziehungsberechtigte und Tagespflegeperson stehen nicht in Konkurrenz zueinander sondern verstehen sich, als sich gegenseitig unterstützende Bezugspersonen des zu betreuenden Kindes.

 

Um die bestmögliche Betreuung und Förderung ihres Kindes zu gewährleisten ist es wichtig, dass wir in einem ständigen, ehrlichen und wertschätzendem Austausch miteinander stehen und Änderungen oder Veränderungen der Lebenssituation des Kindes jederzeit miteinander besprechen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie nochmals an die beidseitige Schweigepflicht erinnern, Sie befinden sich in unserem Zuhause, alles was hier passiert, bleibt hier und wird auch hier besprochen. Wenn Sie mir versprechen, nicht alles zu glauben was  Ihr Kind von hier erzählt, verspreche ich Ihnen, nicht alles zu glauben was Ihr Kind von zuhause erzählt.

 

Diese Möglichkeiten der Kommunikation können wir nutzen:

 

- kurze „Tür und Angel“ Gespräche, wenn die Situation dies zulässt

 

- terminierte Elterngespräche bei denen sichergestellt werden muss das sowohl Ihre  als  auch meine Kinder in dieser Zeit anderweitig betreut werden.

 

- ein halbjährlich stattfindendes Entwicklungsgespräch basierend auf von mir geführten Entwicklungsbögen, zu dem ich Sie einlade.

 

- In sehr dringenden Fällen können wir einen Telefontermin vereinbaren.

 

- Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Fachberatung der Stadt Elsdorf, Frau Prochotta, zu einem Gespräch hinzuzuziehen.

 

Das Einhalten von Absprachen, Terminen und Uhrzeiten ist von großer Wichtigkeit für eine dauerhaft reibungslose Zusammenarbeit!

 

Außerdem biete ich Ihnen nach Absprache gerne die Möglichkeit - in einem bestimmten festgelegten Rahmen - bei mir zu hospitieren. Bei Interesse sprechen Sie mich an!

 

 

 

4.2 Das Mitbringen von Spielsachen / Eigentum

 

Das Mitbringen von einem Kuscheltier o. ä. ist natürlich jederzeit möglich und oftmals, gerade wenn das Trennen morgens noch schwer fällt, ganz besonders wichtig.

 

Damit dies aber hier nicht zu Schwierigkeiten untereinander führt, bitte ich Sie folgendes zu beachten:

 

Das mitgebrachte Spielzeug sollte nicht allzu groß sein, sodass es in das Eigentumsfach Ihres Kindes passt, um dort sicher aufbewahrt werden zu können.

 

„Kriegspielzeug“ (Spielzeugwaffen, -panzer, -soldaten oder anderes gewaltverherrlichendes Spielzeug) darf nicht mitgebracht werden. Ebenfalls kein Spielzeug, das lärmt und/oder blinkt. Auch nicht an Karneval.

 

Bei mitgebrachtem Spielzeug kann es dazu kommen, dass auch die anderen Kinder Interesse daran haben. Für Kinder unter drei Jahren ist das Teilen eine sehr große Herausforderung, denn in ihrer Entwicklung ist es nun erst einmal wichtig zwischen mein und dein zu unterscheiden.

Bringen Sie daher bitte nur Spielsachen mit, die auch kleine und größere Strapazen aushalten können.

Spielzeug welches beim Abholen hier vergessen wurde kann nicht in meiner Freizeit angeholt werden!

 

Grundsätzlich sorge ich für alters – und situationsentsprechendes Beschäftigungsmaterial, sodass für alle Kinder in den jeweiligen Interessengebieten und/oder Situationen anregendes Material in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht.

 

Bitte reduzieren Sie die mitgebrachten Spielsachen auf jeweils ein Teil, so fällt es uns allen leichter den Überblick zu behalten.

 

In Ausnahmesituationen behalte ich mir vor, für eine im Vorfeld abgesprochene, festgelegte Zeit das Mitbringen von Spielzeug/Eigentum einzuschränken.

 

 

 

 

 

5. Pflege und Verpflegung

 

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5.1 Ernährung, Mahlzeiten, Gesundheit

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist mir wichtig, daher koche ich immer selbst.

 

Das Mittagessen besteht in der Regel aus mind. 2 Komponenten und bietet den Kindern immer eine Auswahl.

 

Das Essen ist für die Kinder stets freiwillig, jedoch lege ich Wert darauf, dass wir alle zusammen am Tisch sitzen (sofern die Schlafzeiten dies zulassen).

Eine gute Tischkultur ist ein weiterer Bereich der mir bei meiner Arbeit am Herzen liegt.

 

Mit zunehmendem Alter werden die Kinder daher auch an den Gebrauch von Messer und Gabel herangeführt. Doch vorerst ist es natürlich erlaubt mit den Händen zu essen!

Natürlich kann es nicht jeden Tag das Lieblingsessen eines jeden Kindes geben, aber hin und wieder schon.

 

Wenn Ihr Kind ein absolutes Lieblingsessen hat und dies in unser Ernährungskonzept passt und nicht zu zeitaufwendig ist, würde ich mich freuen, wenn Sie mir das Rezept mitbringen würden!

So kann sich jedes Kind zu besonderen Anlässen sein Lieblingsessen wünschen.

Um den Kindern den Erhalt Ihres natürlichen Sättigungsgefühles zu ermöglichen, leite ich, mit der Zeit an, den Teller zunehmend selbstständig zu befüllen. Die Menge richtig einzuschätzen kann erst nach diesem wichtigen Schritt gelernt werden und ist Teil des Ziels.

Der Teller muss nicht leer gegessen werden, wer satt ist, ist satt.

 

Selbstverständlich gibt es auch bei uns hin und wieder Süßigkeiten oder Knabbereien,  Nutella, Marmelade oder Honig  zum Frühstück, oder zum Mittagessen, wenn es mal schnell gehen muss auch eine Dosensuppe.

Die Kinder haben jeden morgen die Möglichkeit in der Zeit von

 

8:00 Uhr - 8:20 Uhr gemeinsam zu frühstücken.

 

Bitte beachten Sie diese festen Zeiten bei ihrer „Bring- Planung“, denn diese Zeit ist nicht individuell verschiebbar.

 

Die Mittagessenzeiten richten sich nach den Schlafgewohnheiten der Kinder, finden aber in der Regel zwischen 11:30 Uhr und 12:30 Uhr statt.

Um 14:00 Uhr biete ich den Kindern dann noch einen kleinen Imbiss in Form von Joghurt, Rohkost, Obst, Keksen oder ähnliches.

Zu den Geburtstagen Ihres Kindes steht es Ihnen selbstverständlich frei einen Geburtstagskuchen oder dergleichen mitzubringen.

 

Leidet Ihr Kind  unter Lebensmittelunverträglichkeiten/ Allergien, Schluckschwierigkeiten bitte ich Sie mich rechtzeitig, hinreichend darüber zu Informieren.

 

Die Unterschiedlichen Abrechnungsmöglichkeiten der Verpflegungskosten entnehmen Sie bitte dem Betreuungsvertrag.

 

5.2 Krankheit / Hygiene / Sauberkeitserziehung

In einer Gruppe von Kindern kann es immer wieder dazu kommen, das sich Krankheiten verbreiten und übertragen. Grundsätzlich unterliegen Sie im Falle einer Erkrankung Ihres Kindes der Meldepflicht bei mir ebenso informiere ich Sie wenn eines meiner Kinder krank ist, so dass sie selber entscheiden können ob sie Ihr Kind bringen möchten.

 

Kranke Kinder werden von mir nicht betreut.

Sie als Eltern tragen die Verantwortung dafür sich ein soziales Netzwerk zu schaffen, welches zum tragen kommt wenn hr Kind krank ist und sie berufstätig sind etc.

Wird ihr Kind hier krank rufe ich Sie an und Ihr Kind muss so schnell wie möglich, spätestens aber nach einer Stunde hier Abgeholt werden.

Kinder unter 3 Jahren stecken alles in den Mund, husten und nießen sich gegenseitig an, wischen Rotznasen mit den Händen weg und spielen dann unbeirrt weiter, trinken aus den Wasserflaschen des anderen und nehmen auch den Schnuller eines anderen Kindes in den Mund. Daher ist die Möglichkeit sich hier anzustecken wenn ein Kind krank gebracht wird sehr hoch.

Dies ist nicht nur für mich und meine Familie, sondern auch für die anderen Familien, die ihr Kind im Krankheitsfall zuhause lassen sehr ärgerlich.

Kinder die fiebern,oder erbrechen oder Durchfall haben, können erst nachdem sie 24 Stunden OHNE MEDIKAMENTE symptomfrei sind wieder von mir betreut werden.

 

Bitte bedenken Sie, dass auch ich eine berufstätige Mutter in Vollzeit bin und auch ich oder meine Kinder sich anstecken können und somit die Betreuung für alle entfällt!

Die Empfehlungen des RKI zur Wiederzulassung in Schulen und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen ist für alle Eltern hier bindend.

In dem Fall, dass meine Kinder krank sind und Zuhause bleiben müssen informiere ich Sie schnellstmöglich über die Infektionsgefahr, in der Regel biete ich weiterhin Betreuung an und Sie entscheidden selber ob Sie das Ansteckungsrisiko eingehen möchten.

 

Wenn wir draußen waren und Ihr Kind im Matsch gespielt hat und die Kleidung nass wurde, sorge ich dafür, dass Ihr Kind sich seine Wechselsachen anzieht und gebe Ihnen dann die nasse Wäsche mit nach Hause.

 

Wenn Sie feststellen, oder ich bemerke, dass ihr Kind Interesse an dem Gang zur Toilette entwickelt und es ein Gefühl dafür entwickelt hat wann seine Windel voll ist, können wir gemeinsam mit dem „Sauber werden“ beginnen.

 

Es ist sinnvoll den Zeitpunkt gemeinsam zu besprechen.

 

Es empfiehlt sich für diese Phase viele Hosen mit Gummizug, die also von Ihrem Kind selbstständig hoch und runter gezogen werden können, zu besorgen.

 

Auch Trainerwindeln, Unterhosen und Strümpfe sollten in hoher Anzahl für Ihr Kind hier bereitstehen.

 

Um Verwirrungen bei Ihrem Kind zu vermeiden, biete ich keinen Topf sondern ausschließlich unsere Toilette mit Fußbänkchen zum Training an.

 

Das Toilettentraining muss auch zuhause fortgeführt werden um sein Ziel zu erreichen.

 

Der Schritt von Windel zur Toilette ist für jedes Kind mit großer Anstrengung und Umstellung verbunden. Nur Ihr Kind kennt den richtigen Zeitpunkt für sich um „sauber“ zu werden. Wichtig ist, dass wir dies sehr ernst nehmen und Ihrem Kind soviel Zeit geben wie es für diesen entschiedenen Entwicklungsschritt benötigt!

 

5.3 Ruhephasen

Kinder unter drei Jahren benötigen, gerade wenn sie in einer Gruppe von Kindern sind, regelmäßige Ruhephasen. Dazu bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten:

 

-         der Schlafraum, in dem jedes Kind sein eigenes Bett hat.

 

-         das Ausruhen, Kuscheln, Schlummern auf der großen Sofalandschaft.

 

Nach dem Mittagessen gehen alle Kinder gemeinsam in ihre Betten und halten einen Mittagsschlaf.

 

Aber auch im Laufe des Tages werden immer wieder kleinere Ruhephasen von mir initiiert, z.B. bei einer Bilderbuchbetrachtung.

 

 

 

 

 

6. Eingewöhnung nach dem Berliner Modell

 

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6.1 Warum ist die Eingewöhnung so wichtig?

 

Die Eingewöhnungsphase ist elementar wichtig für Ihr Kind, für Sie und mich, die Tagespflegeperson.

 

Sie ebnet den Weg zu einer vertrauensvollen Beziehung und macht somit eine tägliche Betreuung möglich.

 

Durch langsame und begleitete Kontaktaufnahme zwischen Ihrem Kind und mir können zum einen Ihr Kind und Sie sich in „Trennung“ üben und zum anderen kann ich eine Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen.

 

Das wichtigste jedoch ist, Ihr Kind bestimmt die Eingewöhnungsgeschwindigkeit.

Die Eingewöhnungzeit ist eine sehr sensible und auch intensive Zeit, auch für die anderen Kinder der Gruppe. Sie lernen die neue Familie kennen und müssen Rücksicht nehmen. Da ich mich intensiv um das neue Kind kümmere stehe ich für die anderen Kinder in dieser Zeit nicht zu ihrer sonst gewohnten vollen Aufmerksamkeit zur Verfügung. Daher ist die Eingewöhnung in der Regel zeitlich sehr klar begrenzt und es kann sein, das sich ein Termin auch mal verschiebt. Grundsätzlich muss es hier immer allen gut gehen.

 

6.2 Wie gestalte ich die Eingewöhnung?

Die Eingewöhnung gestallte ich nach dem Berliner Modell.

 

Sie staffelt sich  in verschiedene Phasen. Die einzelnen Phasen und ihre Schwierigkeiten werden im Vorfeld mit Ihnen gut und genau besprochen. Verbindliche Absprachen müssen getroffen werden um eine erfolgreiche Eingewöhnung zu ermöglichen.

 

Doch zuvor müssen wir uns erst einmal kennen lernen.

 

Nachdem Sie mit mir in Kontakt getreten sind und noch bevor Sie und ich mich entscheiden einen Vertrag miteinander einzugehen, möchte ich Sie zu einem kleinen „Schnupperbesuch“  bei mir daheim einladen. Dieser Besuch ist für beide Seiten unverbindlich.

 

Für den nächsten oder übernächsten Tag vereinbaren wir ein kurzes Telefonat und bei beiderseitigem Interesse vereinbaren wir einen neuen Termin miteinander.

 

Bei diesem Termin geht es um die Klärung aller organisatorischen Fragen und Vorraussetzungen, des  Konzeptes und des Vertrages.

 

Hier finden wichtige und verbindliche Absprachen zwischen Ihnen und mir statt, ausserdem kann ich dabei schon erste Kontakte zu Ihrem Kind aufnehmen und die Eingewöhnung starten.

 

6.3 Phase 1: „Schnuppertermine“

Bei diesen Terminen steht das gegenseitige, vorsichtige Kennen lernen im Vordergrund.

 

Sie bleiben zur Begleitung die ganze Zeit über bei Ihrem Kind.

 

Ich nehme immer wieder Kontakt zu Ihnen und Ihrem Kind auf und binde mich zunehmend mehr in Ihr Spiel ein.

 

Ihr Kind erlebt hier schon, geschützt durch Sie, den Tagesablauf

 

und lernt die gängigen Regeln kennen. Zunehmend haben Sie die Aufgabe sich aus dem Geschehen zurückzuziehen.

 

6.4 Phase 2: „Rückzug der Bezugsperson“

Sie haben nun die Aufgabe sich ganz aus dem Geschehen um Ihr Kind herauszuziehen.

 

Es wird ein fester Platz vereinbart, auf dem Sie für Ihr Kind zwar jederzeit erreichbar sind, ihm aber nicht mehr als Spielpartner zur Verfügung stehen.

 

Lässt sich Ihr Kind nun mehr und mehr von mir ablenken und bespielen und lässt es Kontakt durch die anderen Kinder zu, kann man nach wenigen Tagen mit der nächsten Phase beginnen.

 

6.5 Phase 3: „Trennungsübungen“

Nach genauer Absprache mit Ihnen über den  Verlauf verabschieden Sie sich  für eine  kurze Zeit von Ihrem Kind, bleiben aber in der Nähe des Hauses. Wichtig dabei ist, dass Ihr Kind immer von Ihnen darüber informiert wird wohin Sie gehen und wann Sie wieder kommen. Heimliches Herausschleichen darf nicht sein.

 

Schafft es Ihr Kind sich von mir dauerhaft trösten und ablenken zu lassen, kommen wir in die letzte Phase.

 

6.6 Phase 4: „ Stundenweise Betreuung“

Sie bringen Ihr Kind zu einer in Zukunft üblichen Zeit zu mir, verabschiedet sich nach kurzer Weile von Ihrem Kind und vereinbaren eine Abholzeit mit Ihrem Kind.

 

Ziel ist es, am Ende dieser Phase die tägliche Betreuungszeit auf die Bedürfnisse Ihrer Familie auszuweiten, ohne das Kind zu überfordern.

 

Ihr Kind gilt als eingewöhnt sobald es sich den ganzen Tag von mir betreuen und umsorgen lässt, ohne unter der Trennung von Ihnen zu leiden.

 

Jede dieser Phasen wird individuell vereinbart.

 

 

 

6.7 Familienrahmen

Um die vorübergehende Trennung von Ihnen ggf. besser zu verkraften und um einen Teil von „Zuhause“ immer bei sich zu haben, wäre es schön, wenn auch Sie einen  Familienrahmen gestallten würden.

 

Während der Eingewöhnungsphase lade ich Sie herzlich dazu ein, ausgewählte Fotos von Ihren Familienmitgliedern, Haustieren und/ oder was auch immer Ihre Familie ausmacht, mitzubringen und diese mit Ihrem Kind gemeinsam in einen Fotorahmen einzukleben und zu dekorieren.

 

Dieser Familienrahmen wird dann in kindgerechter Höhe aufgehängt und kann von Ihrem Kind zu jederzeit „besucht“ werden.

 

 

 

7. Abschied

 

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Wo es einen Anfang gibt da gibt es auch ein Ende, so ist es mit der Tagespflegegruppe natürlich auch.

 

Um den Abschied von hier für Ihr Kind zu einem schönen Erlebnis zu machen beginnen wir schon frühzeitig damit, diesen zu thematisieren. Wir besprechen gemeinsam was nach der Zeit in der Tagespflegegruppe kommt, in der Regel ist es ja dann der Start in die Kita, schauen uns zu diesem Thema Bilderbücher an und besprechen diese und wir planen sehr genau wie der Abschied von hier gestaltet werden kann damit es den Kindern dabei gut geht.

 

Die Kinder haben die Möglichkeit im Vorfeld eine Art „Umzugskarton“ zu gestalten in den wir dann alle Eigentumssachen und gesammelten Werke legen und somit symbolisch aus der Tagespflegestelle „ausziehen“.

 

Wir feiern alle gemeinsam ein kleines Abschiedsfest.

 

Den Tag des Abschiedes gestallten die Kinder dann ganz nach ihren Vorlieben. Sie können sich dazu ihr Lieblingsessen, Lieblingsbeschäftigung etc. aussuchen.

 

Im Fokus der Abschiedsphase steht nicht die Trauer um den „Verlust“, sondern die Freude auf das Neue!

 

 

 

8. Checkliste für Eltern/ Bitte mitbringen

 

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Für unseren täglichen Ablauf ist es wichtig, dass jedes Kind über sowohl wetterfeste, als auch passende Kleidung verfügt.

 

 Ihr Kind sollte hier haben:

 

 

 

- Wechselsachen in mind. zweifacher Ausführung

 

 (Bodys, Unterwäsche, Socken,  Hosen, T-Shirts, Pullover)

 

- Hausschuhe oder Stoppersocken

 

- eine Matschhose

 

- eine Regenjacke mit Kapuze

 

- Gummistiefel

 

- im Sommer: Sonnencreme, Badehose / Badeanzug, Sonnenhut/ Cappy

 

- Im Winter: Mütze, Schal,  Handschuhe

 

- zum Schlafen ein Reisebett

 

-  Kuscheltier o.ä.

 

- bei Bedarf einen Schnuller, besondere Decke etc.

 

- Schlabberlätzchen

 

 

 

Windeln  und Feuchttücher bringen Sie bitte selbst mit. Ebenfalls besondere Hygiene- oder Pflegemittel, sofern Ihr Kind diese benötigt. Ebenso die im Betreuungsvertrag vereinbarten Notfall-  Medikamente.